Wenn ich bereits genug Behälter habe, geht die nächste Dose ganz normal ins Recycling.
Wiederverwenden ist schließlich nur dann sinnvoll, wenn man tatsächlich Verwendung dafür hat.
Es bringt wenig, zwanzig Dosen monatelang in einem Schrank zu lagern, nur weil man irgendwann vielleicht etwas daraus basteln könnte.
Für mich funktioniert eine einfache Regel ganz gut: Ich behalte nur Dinge, für die mir direkt eine konkrete Verwendung einfällt.
Alles andere wird richtig entsorgt.
Und noch einmal der wichtigste Punkt: Scharfe Dosenränder sind kein Bastelmaterial.
Wenn eine Kante beschädigt ist oder man sich beim Anfassen verletzen könnte, wird die Dose aussortiert.
Dasselbe gilt für stark verrostete oder beschädigte Behälter.
Bei der Wiederverwendung sollte man kein unnötiges Risiko eingehen.
Ich würde auch nicht jede alte Konservendose einfach als Backform in den heißen Ofen stellen. Beschichtungen und Materialien können unterschiedlich sein, und eine Lebensmittelverpackung ist nicht automatisch für wiederholtes Erhitzen vorgesehen.
Als Ordnungsschale, dekorativer Übertopf oder Behälter für Schrauben braucht man dagegen keinerlei Hitze.
Und genau dort finde ich die Idee am sinnvollsten.
Am Ende ist eine leere Thunfischdose natürlich kein „Goldschatz“.
Aber sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass man manche Verpackungen nicht automatisch in dem Moment wegwerfen muss, in dem sie leer sind.
Mit ein bisschen Fantasie wird daraus eine kleine Ordnungshilfe, ein Übertopf, eine Bastelschale oder ein Behälter für all die Dinge, die sonst irgendwo in einer Schublade verschwinden.
Seit ich einige davon dafür verwende, schaue ich tatsächlich kurz zweimal hin, bevor eine Dose im Recycling landet.
Manchmal ist sie nämlich noch ziemlich praktisch.












